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Ergebnisse Lauf 3
18.03.2023 Hochtaunus-Rallye 2023

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Rückspiegel

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Christian Görke

Retro Erwartungshaltung

Die Hochtaunus ist neu in unserem Terminkalender und war mit 60% Schotteranteil als R70 ausgeschrieben. Das weckte natürlich hohe Erwartungen in ein anspruchsvolles Rallye-Wochenende. Am Freitag war die Besichtigung, sowie die Papier- und Technische Abnahme prima organisiert, keine Wartezeiten, die WP´s schon komplett aufgebaut. Beim Besichtigen wurde die Erwartungshaltung auch bestätigt. Die WP1 und 2 waren Rundkurse mit sehr schnellen Schotterpassagen, aber auch tiefen Wellen und schlammigen Anstiegen. Die WP3 war eine A-E Prüfung mit über 10km Länge und allen Streckenverhältnissen, die eine Rallye ausmacht. Schnelle Schotterpassagen, enge Walddurchfahrten, tiefe Löcher und Spurrillen und enge Schikanen, die die schnellen Abschnitte immer wieder einbremsten. Leider klappte das am Abend nicht mit unserem HRC-Stammtisch, weil Marion und ich bei guten Freunden in der Nähe zum Essen eingeladen und die anderen in unterschiedlichen Hotels untergekommen waren, sodass Claua-Peter und Michl alleine Essen mussten, sorry dafür.

 

Retro Überraschung am Morgen

Da wir ja am Freitag schon mit allem fertig waren, haben wir bei unseren Freunden ausgiebig gefrühstückt und waren gemäß dem uns bekannten Zeitplan rechtzeitig um 11.30Uhr im Startpark, wo wir dann erfuhren, das der Start auf 12.00Uhr vorverlegt wurde und die WP1 wegen Unbefahrbarkeit gestrichen wurde. Anstelle dessen sollen wir die WP3 als WP 7 nochmal fahren, aber nur zu 3/4tel. Also war der ganze Zeitplan auf den Kopf gestellt. Marion bekam dann ein paar Zettel in die Hand gedrückt mit einem neuen Terminplan und Änderungen für das Bordbuch und los gings direkt zur WP2. Die Zeit zur ZK war knapp, also Trödeln und Verfahren war nicht. Wir standen nun am Start, aber leider ging der Tag so weiter wie er begonnen hatte. Schon der erste Starter rollte in der ersten Runde seinen BMW mehrfach über das Dach, sodass die Feuerwehr und das San-Car zum Einsatz ausrücken mussten. Gott sei Dank waren beiden Fahrer nach unserer Information nicht verletzt, aber nach einer halben Stunde Wartezeit kam das Bestzeitfeld schon angerollt und der Sani war noch nicht zurück, sodass die 2. WP anulliert wurde und wir direkt zur WP3 fahren konnten.

 

Retro in Action

Nun gind es tatsächlich los und die WP3 ging im gestreckten Gallop noch besser, als wir das bei der Besichtigung erwartet hätten. Auf den schnellen Schotterpassagen zeigte der Tacho annähernd 120km/h an, da war volle Konzentration vom Start bis ins Ziel gefordert. Besonders auch in den engen Waldpassagen war es nicht einfach die Spur zu halten, aber gerade deswegen hat diese Prüfung viel Spaß gemacht. An der Lichtschranke hatten wir mit unseren neuen Stopuhren ein gutes Gefühl und haben uns dann wieder auf den Weg ins Regrouping gemacht.

 

Retros warten auf......

140 Minuten Regrouping + 15 Minuten Tankzeit + 15Minuten Reifenwechselzeit, diese extrem lange Wartezeit bevor wir die 2. WP (WP5 weil WP4 annulliert) fahren durften hat einen ganz schön aus dem Rythmus gebracht, sodass man sich nun neu konzentrieren musste. Die WP5 war dann sehr anspruchsvoll zu fahren, schneller Schotter, tiefe Spurrinnen und enge Kurven wechselten sich ab, alles andere als langweilig. Wir konnten alle Passagen fehlerfrei meistern und auch an der Lichtschranke hatten wir ein gutes Gefühl. Dann ging es zügig zur WP6 und diesmal konnten wir ohne langes Warten in die WP starten, obwohl sich jetzt das Bestzeitlerfeld mit uns vermischte und wir zu unserer Verwunderung auch die gleichen ZK-Zeiten hatten. Der WP-Leiter hat die Bestzeitler dann auf einen Minigolfparkplatz einsortiert und wir Retros konnten unsere WP6 wie geplant fahren. Es war nicht sehr überraschend, dass die WP nun insgesamt viel ausgefahrener war als beim ersten Mal, weil ja nach uns das Bestzeitlerfeld das Gelände intensiv genutzt hatte. Wir haben aber unsere Spur gefunden und waren sogar noch zügiger unterwegs als beim ersten Durchgang. Zwischendurch hatten wir mal einen heftigen Verbremser, weil Marions Ansage "sofort R2" ich als "gleich sofort R2" interpretiert hatte, aber dank Handbremse konnten wir vor dem vor uns auftauchenden Acker noch rechtzeitig im rechten Winkel rechts abbiegen.

 

Retros alleine im Wald

Nach einem weiteren Regrouping ging es dann nochmal zur WP3,6 und jetzt 7, aber gekürzt wie man uns mitteilte. Wo sich allerdings das Ziel befinden sollte, war niemanden wirklich klar, sodass wir einfach mal davon ausgegangen sind, dass wir das Ziel schon finden würden. Da die Sollzeit nicht geändert wurde, hatten wir ja auch kein Zeitproblem, das Ziel zu finden. Als wir dann im Dämmerlicht an die WP kamen, startete gerade die Startnummer 25 in die WP, womit unsere Hoffnung zerstreut wurde, dass wir noch bei bisschen Sicht die WP fahren könnten. Als wir dann endlich nach dem Bestzeitfeld zum Start vorrückten, hieß es schon wieder warten. Angeblich musste die Zeitnahme auf Retro-Modus umgestellt werden und wir standen nun alle im dunklen Wald und rätselten, was denn nun der Retro-Modus sei. Eine Nachfrage beim Rallye-Leiter brachte dann die komplette Verwirrung, da Er in den Wald die Bemerkung warf, dass wir ja auf die volle Minute starten würden und nicht nach Lichtschranke, obwohl Marion und ich immer auf die Lichtschranke gestartet waren. Vor der WP hatte uns Michl noch eingeweiht, dass wir uns in einem spannenden Zweikampf um den Gesamtsieg befinden würden, was uns bis dahin garnicht bewusst war, also ein weiterer Umstand der uns dann zu der Entscheidung brachte, diese WP im Dunkeln besonders vorsichtig anzugehen und unsere bisherige Position auf keinen Fall zu gefährden. So bin ich so vorsichtig gefahren wie schon lange nicht mehr und habe jedes Loch das ich im Scheinwerferlicht gesehen habe umfahren. Das Ziel haben wir dann ganz einfach gefunden, weil schon vor uns die vor uns gestarteten Retros im Wald am gelben Schild parkten. Leider war die Lichtschranke sehr schlecht zu sehen, was Claus-Peter dann zum Verhängnis wurde. Wir haben es aber ganz gut hinbekommen und konnten so bei der Siegerehrung unseren ersten Gesamtsieg bei den Retros feiern.

 

Fazit:

Auch wenn die WP´s sehr anspruchsvoll waren, war der Ablauf der Veranstaltung leider durch ewiges Warten und Organisationsschwierigkeiten geprägt, was sicherlich im wesentlichen durch die nicht Befahrbarkeit der WP1 und 4 begründet war.

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